Mit Schrot angeschossene Gans verendet qualvoll in der Wrixumer Marsch

Nein, es war kein verfrühtes Feuerwerk, was am Wochenende in den Morgen- und Abendstunden aus der Wrixumer Marsch von Föhr zu hören war.

 
Die Geräuschkulisse war einem weit weniger unterhaltsamen Anlass geschuldet – Ende der Schonzeit für Gänse. 
Kaum war die Schonzeit für die Bejagung der Gänse abgelaufen, ging es direkt an die Gewehre.

Dabei ereignete sich ein besonders grausamer Vorfall am Abend des 02.08.2019. Eine mit Schrot beschossene Graugans wurde verletzt zurückgelassen und musste langsam und qualvoll verenden. 
Dazu muss man wissen, dass bei der Bejagung mit Schrot aus einer Entfernung von maximal 25-30 m geschossen wird. 
Der Jäger ist verpflichtet sicherzustellen, dass ein Nachsuchen unverzüglich und auch revierübergreifend sichergestellt ist, um das meist nur verletzte Tier direkt zu erlösen. 
Dies war in diesem Fall keineswegs sichergestellt und auch war weit und breit kein Jäger in der Nähe, um das mit Schusswunden übersäte Tier endlich zu erlösen. 

Da Passanten auf das verletzte Tier aufmerksam wurden, informierten diese direkt das Tierhuus Insel Föhr e.V.. Jedoch kam hier jede Hilfe zu spät. Noch vor dem Eintreffen der Helfer war das Tier gestorben.

Um eine entsprechende Anzeige zu erstatten, wurde die zuständige Polizei informiert, die jedoch nicht zum Ort des Geschehens kommen wollte! Bei einer Straftat gegen das Tierschutzgesetz, völlig unverständlich, aber leider kein Einzelfall! 
Auch am darauffolgenden Vormittag gab es keine Möglichkeit die Anzeige auf dem Revier aufzunehmen, da die Beamten unterwegs waren. 

Die Graugans, ein stattlicher Vogel mit einer Lebenserwartung von ca. 16 Jahren und ausgeprägten Sozialleben. 
Viele menschliche Züge machen diesen anmutigen Vogel so sympathisch, so z.B. dass die Gans in einer lebenslänglichen Einehe lebt, ständig an der Seite Ihres Partners. 


Ein trauriges und grausames Ende für diese Föhrer Gans und deren Partner, der nun alleine ist…..

5 Kommentare

  • Gitta Gans

    Die Polizei will bei einem Verdacht einer Straftat keine Anzeige aufnehmen? Da steht dann wohl eine Strafvereitelung im Amt im Raum. Bitte 2 x Anzeige erstatten! Einmal gegen den Jäger und einmal gegen die Polizei, die sich weigert den Fall aufzunehmen.

    • Hallo Frau Gans,
      ja da stimmen wir Ihnen zu.
      Beides läuft. Eine Dienstaufsichtsbeschwerde wird gestellt!
      Tierliebe Grüße
      das Tierhuus-Team

      • Gitta Gans

        Es geht nicht um eine Dienstaufsichtsbeschwerde, sondern um eine Straftat im Amt. In solchen Fällen wird ein Ermittlungsverfahren seitens der Staatsanwaltschaft eingeleitet und ein Disziplinarverfahren seitens der Polizeibehörde. Wird vermutlich alles eingestellt, ist aber nicht zu unterschätzen! Strafvereitelung im Amt ist eine „gans üble“ Sache für Polizeibeamte! Also bitte online Anzeige erstatten: https://www.schleswig-holstein.de/DE/Landesregierung/POLIZEI/Polizei_node.html – auf Online Anzeige klicken und den Fall schildern, ganz kurz, sinngemäß: „Die Polizei erhielt Kenntnis von einer Straftat und ist dem Hinweis nicht nachgegangen – es besteht der Verdacht einer Strafvereitelung im Amt.“

  • Sabine Ketelaer

    Das ist einfach nur beschämend und grauenvoll. Menschlich ein absolutes Armutszeugnis. Ich mag „Jäger“ ohnehin nicht.

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