Unsere Igel

Pünktlich zum Herbst sind unsere Igel ( 6 insgesamt ) wieder zu uns auf die Igelstation gekommen.

Was Ihr über Igel wissen solltet:

Igel sind Säugetiere, die je nach Art in Europa, Afrika sowie Teilen Asiens vorkommen und am Boden leben. Bekanntester Vertreter in unseren Gefilden ist der Braunbrustigel. Igel treten außerhalb der Paarungszeit zumeist als Einzelgänger auf. Obwohl sie hauptsächlich nacht- oder dämmerungsaktiv sind, kann man sie bei nahendem Winter mitunter auch tagsüber auf der Nahrungssuche antreffen. Nämlich dann, wenn sie ein möglichst frostsicheres Winterquartier finden und sich Fettreserven anfuttern müssen. Igel fressen Insekten und anderes Kleingetier, trinken Wasser und sollten wegen Laktose-und Milchzuckerintoleranz auf keinen Fall mit Milch gefüttert werden.

Igelweibchen gebären meist einmal im Jahr, in wärmeren Gebieten bis zweimal im Jahr, Junge. Insbesondere kleine Jungtiere, kranke, schwache und unterernährte Tiere brauchen in der kalten Jahreszeit manchmal die Hilfe des Menschen, damit sie ihren Winterschlaf halten können und gesund überstehen. Doch nicht alle schwachen Igel müssen aus dem natürlichen Umfeld genommen werden. Oft hilft es schon eine Futterstelle einzurichten und dort Nahrung (Bspw. gekochtes Geflügelfleisch, durchgegartes Hackfleisch oder unverderbliches Katzenfutter) bis zum einsetzendem Frost und Schnee anzubieten. Sobald es friert und schneit, darf nicht mehr zugefüttert werden. Nahrungsmangel ist ein wichtiger Auslöser für den Winterschlaf. Füttert man die Igel weiter, hält man sie künstlich wach. Wichtig wäre auch ein Igel-gerechtes Winterquartier im Garten zur Verfügung zu stellen. Igel freuen sich über naturnahe und giftfreie Gärten mit Komposthaufen, Holzstapeln, Hohlräumen und über Blätter, Reisig, Gestrüpp, das Ihr in diesem Fall getrost einfach aufhäufen und liegen lassen dürft.

Nur in Ausnahmefällen sollten Igel im Haus überwintern. Tiere, die bei anhaltendem Bodenfrost oder Schnee tagsüber unterwegs sind und Anzeichen von Unterernährung aufweisen, krank oder verletzt sind, bedürfen Hilfe. Untergewichtige Tiere erkennt man an einer Einbuchtung hinter dem Kopf, der sogenannten „Hungerlinie“. Kranke Igel sind apathisch und rollen sich bei Berührung nicht zusammen, ihre Augen sind eingefallen und schlitzförmig.

Wer einen hilfsbedürftigen Igel findet, sollte unbedingt Expert*innenrat einholen, denn falsche Hilfe kann mehr schaden als nutzen.

Während untergewichtigen Igeln mit Unterkunft und Nahrung geholfen werden kann, benötigen kranke und verletzte Tiere dringend fachmännische Hilfe.


Igelfütterung

Einen Igel zu entrollen und Medikamente zu füttern ist sehr viel schwerer als gedacht:

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